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Komm in Berührung – Außerplanmäßig fand dieses Jahr eine Bus-Pilgerreise nach Polen statt

Pilgerreise in Polen - Komm in Berührung


  • mit dem Land, Kultur, Natur,

  • mit den religiösen Pilgerstätten,

  • aber auch mit der traurigen Vergangenheit.

 

Am Pfingstmontag starteten wir in Schwanfeld nach der heiligen Messe.

Den Reisesegen erhielten wir etwas später im Bus. Besinnliche Texte hörten wir immer morgens.

Die lange Anreise nach Stettin war durch viele Pausen kürzer als gedacht. Diesmal waren die meisten Hotels in der Innenstadt. Am Abend war leicht ein Stadtbummel möglich. Die „historischen Gebäude“, in Stettin und in den nachfolgenden Städten (Danzig, Zoppot, Marienburg, Allenstein, Warschau, Wilanow, Tschenstochau, Kraukau, Oswiecim, Breslau, Dresden) waren häufig ursprünglich durch den Krieg zerstört. Vieles wurde neu aufgebaut. Die sauberen Städte erstrahlten in neuem Glanz. Manche Gebäude wurden nachts mit Licht angestrahlt, so dass nachts ein besonderer Zauber in den Städten lag.

 

In jeder Stadt wurde uns von der/dem dortigen Ortsansässigen alles Wissenswerte erklärt.

Danzig ist die Heimatstadt vom Physiker Daniel Fahrenheit. In Warschau hörten wir von einer Familie Curie, die sage und schreibe ab 1903 insgesamt 4 Nobelpreise erhalten hat. Ein Denkmal von Kopernikus (Astronom), das uns an seine Tätigkeit als letzter Hochmeister des Deutschen Ordens erinnerte, trafen wir in Allenstein an. Zur Erinnerung an Chopin sind in Warschau seit Jahren regelmäßig seine Musikstücke in einem Park und in der Stadt zu hören. In der Marienkirche von Krakau ist der Lindenholzaltar von Veit Stoß zu sehen.

 

Ungewöhnliche Orgelklänge: Brausen eines Sturmes, plätschern eines Baches, … hörten wir in der Oliwa-Kathedrale. In Heiligelinde bewegten sich während des Orgelspiels Trompetenengel, Figuren mit Glöckchen …, das Auge und die Ohren waren bei der Musik dabei.

 

Natur pur, ist in den Masuren anzutreffen. Insbesondere begeisterten uns die vielen Störche, die überall zu sehen waren. Bei einer Bootsfahrt auf den K. begegneten uns sogar eine Schwanen- und Entenfamilie mit ihren Sprösslingen.

 

Die Gottesdienste feierten wir zusammen mit Pfr. Benkert an religiösen Pilgerstätten:

  • Heiligelinde- aus Dank wurde dort eine Marienfigur aus Lindenholz geschnitzt
  • Tschenstochau- hier ist die Schwarze Madonna
  • Auschwitz – der Wert eines Menschen?

Die Predigten von Pfr. Benkert bezogen auf die jeweiligen Orte, an denen wir uns jeweils befanden.

Meine kurze Zusammenfassung hierzu ist:

Wir sind alle aus gutem Holz geschnitzt. Bedingt durch einzelne Schnitzereien - bildlich gesprochen – sind wir dennoch anders und es ist gut so. Gottes Nähe zu suchen liegt an uns selbst. Nur im echten Gebet, rechtem Gespräch mit Gott werden wir Gott näher kommen.

Bei Orten wie Auschwitz stellen wir uns die Frage: Wo war denn unser Gott, der auch der Gott der Juden ist? Gott war damals und ist auch heute bei den Schicksalen der einzelnen Menschen dabei.

Für Gott ist Jede/r wertvoll und wichtig“. Gott wartet auf unser Ja.

 

Zur traurigen Vergangenheit gehören die Orte Wolfschanze und Auschwitz. Bilder und Berichte

sagen uns viel, die Berührung mit diesen Stätten verhaftet uns mehr.

Meine Empfehlung: Geh selbst dahin.

 

Unsere Rückreise wurde wegen unserem umsichtigen Busfahrer Reinhold durch einen Stopp in Dresden bereichert. – Danke!

Herzlichen Dank an Pfr. Benkert für diese Pilgerreise; alles war vorbildlich.

Im Auftrag von unserer Pilgergruppe

Silvia Seuling,

Bilder von Michael und Silvia Seuling.

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